02 - New adventures (3:20)
03 - Save my soul (3:01)
04 - Riverside (3:14)
05 - The blues around here (4:22)
06 - Old fashioned party (3:40)
07 - 7 wishes blues (3:33)
08 - Lean into the wind (3:24) - Instr.
09 - Mojo workin' (4:10)
10 - You could have been king (3:40)
11 - Lights down low (4:54)
12 - I come from where the river flows (3:22)
Presse:
Rezension des Albums im Main-Echo am 10. Oktober 2009
"Sauber, ehrlich, gut"
"In Zeiten der Globalisierung wird das regionale Produkt gefeiert - kurioserweise gilt diese Zuschreibung aber gerade in der Kultur als Ausdruck bitterer Provinzialität.Was ausgemachter Blödsinn ist, beweist beispielsweise das Blues-Trio Howlin' King Snake aus Erlenbach am Main / Wörth mit seinem neuen Album "The Blues Around Here". Aufgenommen in den Sailaufer Dreamland Studios, vereinen hier Klaus Waigand (Bass), Hans-Günther Heck (Schlagzeug) und Eric Kern (Gitarre, Gesang) elf Eigenkompositionen und Muddy Waters' "Mojo Workin'" zu einem stilistisch anerkennenswerten, musikalisch ordentlichen, handwerklich perfekten und sauber produzierten Blues-Album in der Tradition des Mississippi Delta Blues.
Tatsächlich ist der Bandname eine Hommage an John Lee Hookers (1917-2001) "Crawlin' King Snake" von 1949 und Howlin' Wolf (1910-1976) - und folgerichtig verweist die Band in ihrem Album-Booklet auf die musikalische Güte der "Aufnahmen, die mittlerweile 70, 80 Jahre alt sind. Unser Tun ehrt hoffentlich diese ungewöhnlichen und mutigen Menschen."
Was uneingeschränkt stimmt: Songs wie "New adventure", die Titelnummer oder "7 wishes blues" fügen sich nahtlos ein in das Gesamtrepertoire des schwarzen Louisiana- und Chicago-Blues, ohne als Kopien bekannter Stücke zu wirken - was natürlich auch bedeutet, dass "The Blues Around Here" im Spektrum von Schellack-Wiederveröffentlichungen der 20er bis 40er Jahre auf CD nicht weiter auffällt. Genaus das aber macht die Qualität von Howlin' King Snake aus: Heck, Kern und Waigand zeigen sich als Puristen und beweisen, dass der originäre Blues durchaus ein universelles Lebensgefühl sein kann.
Dazu muss der Musiker nicht in einer Wellblechhütte an den Gestaden des Mississippi sein Handwerk entdeckt haben, es darf durchaus auch ein fränkisches Städtchen am Main gewesen sein. Was ein Beweis für Regionalisierung in Zeiten globalen Denkens ist - und das ist ganz und gar nicht provinziell."




