Die Band - Mitglieder und Historie

Howlin' King Snake Eric Kern

Eric

Als wir anfingen, über die Titel unseres Programms zu sprechen, war ich sehr verunsichert, zum einen, weil ich um die Bedeutung dieser Songs für so viele Menschen wusste, und auch weil diese Songs von den Musikern, meiner Auffassung nach, kompromisslose Hingabe verlangen.

Ich hatte das Glück in meiner Kindheit und Jugend Leute wie B. B. King oder Buddy Guy zu hören. Johnny Winter hat mich aus den Latschen gehauen, Jimi Hendrix geschockt, Eric Clapton verzaubert, Rory Gallagher ließ und lässt mich atemlos. Das sind alles bekannte Namen, aber es gibt so viele großartige Gitarristen, wie z.B. Robert Johnson sowie Bonnie Riatt, die diese Musik mit ihrem freiheitlichen Denken geprägt haben, die trotz teilweise unglaublicher Armut und Diskriminierung eine ungehemmte Lebensfreude in ihr Spiel brachten und bringen.

Anfang 2007 habe ich mit Hans im Proberaum gejammt, er hat eine klasse Einstellung zur Musik, insbesondere aber zu den Obengenannten. Einen Bassisten, der den Job vielleicht machen würde, kannte er auch - Klaus, mit dem er Fußball gespielt hatte. Wir haben mal geprobt und geredet, dabei festgestellt, wie gut wir zusammenarbeiten und Freude an der Sache haben, Neuem kreativ und offen begegnen. Wenn ich sehe und höre, wie sich unser Songmaterial entwickelt und wie wir hier ans Werk gehen, bin ich stolz, ein Teil davon sein zu dürfen.

Und manchmal hab ich das Gefühl, dass es Robert Johnson gefällt.

Mail an Eric






Hans

Mein musikalisches Interesse an der Rockmusik wurde - nach drei Jahren als frustrierter Klavierschüler klassischer Musik - Anfang der 1980er Jahre geweckt, als die große Ära des Blues bereits längst der Vergangenheit angehörte. So kam ich zunächst mit dem Bombast-Rock von Bands wie Rush, Saga, Marillion und Asia in Kontakt, bevor ich deren Vorbilder kennen lernte: Bands wie Uriah Heep, Led Zeppelin, Deep Purple, Santana, Cream, Jethro Tull, die frühen Genesis usw. Rhythmen und Grooves haben mich schon immer fasziniert. Irgendwann kam dann aus meinem Innersten ein unwiderstehlicher Wunsch: Ich fange jetzt an zu trommeln, nur zuhören reicht einfach nicht mehr! Das war das Schlüsselerlebnis in Bezug auf meine Leidenschaft als Schlagzeuger, die mich zwar schon in der Jugend gepackt hatte (ja, auch ich habe Neil Peart - den legendären Rush-Drummer - und Ian Paice - das Deep Purple Urgestein - schon immer vergöttert!). Allerdings bin ich erst im "zarten" Alter von 36 auf den Drumhocker aufgesprungen (Aber besser, als es nie zu tun - Mägges sei Dank!).

Seitdem sitze ich (bis auf wenige Ausnahmen) täglich hinter der Schießbude und habe mich mittlerweile - wie auch meine komplette Familie - mit meiner "Sucht" abgefunden. Die Möglichkeit zu bekommen, mit Musikern wie Eric und Klaus zu spielen, war ein absoluter Glücksfall für mich. Das betrifft die menschliche Ebene wie auch die Seele unserer Musik. Hier fühle ich mich "sauwohl" und so erfüllt sich bei jeder Bandprobe bzw. bei jedem Gig ein Traum für mich..

Mail an Hans

Howlin' King Snake Hans-Günther Heck





Howlin' King Snake Jürgen Schab

Jürgen

Für mich ist diese Band eine Art musikalischer Wiedergeburt. Schon in meiner Jugend habe ich einen Teil dieser Songs mit Eric zusammen gespielt, und so gehen viele große Erinnerungen und Leidenschaften mit dieser Musik einher. Ich wollte schon als Kind Musik machen, doch erst ein Angebot des Musikvereins hat es mir ermöglicht, an ein Instrument zu gelangen. Es war die Tuba, der ich bis heute treu geblieben bin.

Aber in meiner Seele war der Blues, der Blues-Rock und der Rock'n Roll immer lebendig. Ich verehrte schon immer Bands wie die Beatles, die Stones und The Who, die ihre Musik lebten und sich nicht in ein herkömmliches Schema pressen ließen. Und genau diesen Geist atmet Howlin' King Snake. Lebendig, energiegeladen, mit viel Leidenschaft und Improvisation. Live auf der Bühne entfaltet sich jedesmal ein musikalischer Orkan.

Ich weiß natürlich, dass auch wir in der heutigen Zeit gegen den Strom schwimmen. Das macht die Musiker unserer Band aus. Diese Haltung möchten wir gerne den Zuhörern vermitteln. Und die Ursprünglichkeit und Frische des Blues und Rock'n Roll weitertragen.

Mit Eric und Hans kann ich diese Seelenverwandtschaft teilen...

Mail an Jürgen




Bandgeschichte

"Der Blues ist pralles Leben. Lasse los und tauche ein." - Ganz diesem Lebensgefühl folgend, gründet sich im Dezember 2006 mit Gitarrist Eric Kern, Sängerin Angela Kern und Schlagzeuger Hans-Günther Heck eine Band, die kurz darauf von Bassist Klaus Waigand komplettiert wird. Aus dem Titel des Songs "Crawlin' King Snake" von John Lee Hooker und dem Namen des afro-amerikanischen Blues-Musikers Howlin' Wolf entsteht der Bandname "Howlin' King Snake", der wie seine Musiker für die Wurzeln der Bluesmusik steht. Neben den abendfüllenden Auftritten mit Blues- und Soul-Klassikern der 50er und 60er, entsteht im April 2008 das erste Album "On the Bridge to the Blues", das noch im gleichen Jahr als weltweiter Download erscheint. Nach dem Austritt von Sängerin Angela im September kehrt die Band mehr und mehr zu ihren musikalischen Wurzeln und somit zu den prägenden Titeln aus ihrer Jugend zurück.

Es folgen zahlreiche Live-Shows im Winter und Frühjahr 2008/2009, bei denen "Howlin' King Snake" ihr Publikum durch ihre unbändige Spielfreude und den grenzenlosen Raum für Improvisationen immer wieder neu begeistern. Im Juni 2009 beginnen die Aufnahmen zum aktuellen Album "The Blues around here", bei dem - wie bereits vor 40 Jahren üblich - alle Titel zwischen den Auftritten live eingespielt und gesungen werden. Im August beginnt die finale Produktion des Albums, das seit September 2009 auf dem Markt ist. Beeinflusst von Blues-Größen wie B.B. King, Johnny Winter und Rory Gallagher entstand ein Werk, das den Hörer in die Blues-Welt der 60er Jahre zurückversetzt und den Rhythmus wieder zum Leben erweckt. Neben Roadsongs über das Tourleben der Musiker und das Lebensgefühl der Jugend in den 70ern, handeln die Songs auf "The Blues around here" auch von menschlichen Unterschieden, von Armut und Einsamkeit und der manchmal unumgänglichen Flucht aus der Realität.

Auf ihre ganz eigene sympathische Art und Weise, mit viel Liebe zur Musik und der Nähe zu ihrem Publikum, tragen "Howlin' King Snake" dazu bei, das Gefühl und die Seele des Blues auch im heutigen Mainstream- Zeitalter am Leben zu erhalten. Ganz nach dem Motto: "Hey, you all better Rock'n' Roll!".